Curry selbstgemacht

Es ist soo einfach – und schmeckt nicht nur gut: auch die ganze Wohnung duftet tagelang nach frischem Curry (-:

Ich habe es aus einem Kochbuch für indische Küche (ja, ich trage die genaue Quelle noch nach) als einfaches südindisches Grundrezept.

Nimm:
30 bis 40 Curryblätter
30 getrockn. Chili-Schoten
1 Tasse Koriander (Samen)
3 TL Kreuzkümmel (Samen)
3 TL Bockshornklee (Samen)
3 TL schwarzer Pfeffer (Samen)
3 TL schwarzer Senf (Samen)
1 Tasse Kurkuma (gemahlen)

für Haiderabad-Masala zusätzlich:
1 1/2 TL Nelken (gemahlen oder entspr. Menge ganzer Nelken)
1 1/2 TL Zimt (gemahlen oder entspr. Menge Stangenzimt)

Falls die Curryblätter noch frisch sind: 4-5 min ohne Fett in der Pfanne trocknen.

Curryblätter und Chili grob zerkleinern, evtl. mörsern. Mit allen anderen Gewürzen mischen und gemeinsam mahlen. Ich verwende eine einfache alte Handkaffeemühle dafür. Mit ein bisschen Übung ist es für die Menge ca. 2 Stunden Arbeit. dann fällt auch immer noch etwas zum Verschenken an.  Andernfalls mache ich auch oft mal die Hälfte für den alltäglichen Selbstverbrauch.
Die fertige Mischung enthält manchmal kleine Stiehle von den Blättern, die sich leicht aussortieren lassen. Ansonsten: fertig und ab ins gut schließende (dunkle) Glas.

Duschgeel – Kräuter

50g Kernseife (die ‚alte‘, bröckelige)
2 TL Öl (Olive, Mandel, Sesam)
200ml Kräuertee

Kernseife fein zerkleinern, Öl und Kräutertee (heiß, aber nicht mehr kochend) zugeben, gut mischen; über Nacht stehen lassen. wenn zu dick, vorsichtig noch mehr Kräutersud dazugeben.

Vor Gebrauch gut schütteln.
Als Kräutertee eignet sich u.a. die würzige Mischung für Birken-Kräuter-Öl, die ich für den Zweck aber hoch konzentriert habe (vier Hände voll Kräuter – da ist eine 1l-Kanne halb voll; dann die Kanne mit Wasser aufbrühen). Mir gefällt es gut, evtl. ist das eher eine ‚männliche‘ Variante (-;

Palmöl-Kernseife (wer andere findet lasse mich gern wissen, wo?) ist eher elastisch und lässt sich nicht so gut reiben, aber mit einem scharen Messer gut in kleine Flocken schneiden. Nach einer Nacht sind auch die aufgelöst. Dennoch ist die Konsistenz eher gewöhnungsbedürftig – als ‚hängt alles an einem Faden‘.

Paschas Freude – Gewürzmischung

Die Geschichte zu der Mischung steht bei dem Rezept Paschas Freude.

1 Teil Muskatnuss (1 TL – ca. 10g)
2 Teile Zimt (2 TL – ca. 5g)
3 Teile Kreuzkümmelsamen (3 TL – ca. 12,5g)
4 Teile Koriandersamen (4 TL – ca. 10g)

Alles wird fein gerieben / gemörsert / gemahlen.

Der rundum-sorglos-Wurzelgemüse-Wintereintopf kann nicht einfacher sein, als mit dieser Fertig-Mischung (Paschas Freude). Darum mache ich immer gleich einen kleinen Vorrat, gut veschlossen aufbewahrt hält sie den Winter über – übrigens auch ein begehrtes Geschenk (-:

Paschas Freude

Die Geschichte passt in die Kategorie: „Papa, kochst Du das noch mal?“ „Nö, kann ich leider nicht, ich hab‘ vergessen, wie es geht.“
Ich habe schon immer eher ‚aus dem Ärmel‘ gekocht. Seitdem mein Lieblingskochbuch (E.E. Brown: „Vom Lächeln der Radieschen“) mich beruhigt, dass man Rezepte immer ganz intuitiv abwandeln kann, viell. sogar soll (vgl. seine großartige Anleitung für Salat), mache ich das nun auch ohne ’schlechtes Gewissen‘.

Die Geschichte ist so kurz wie das Rezept: Es ist Heilig Abend, mittags. Die Stadt ist im Kaufrausch. Meine Lieblings- Suppen-Stube hat noch offen, ich bin der einzige Gast. ‚Paschas Freude mit Möhren, Fenchel Mangold und orientalischen Gewürzen‘ ist angezeigt – besser hätte es nicht kommen können. Und weil ja quasi schon Weihnachten ist und niemand weit und breit außer mir, der das zu schätzen weiß, … ich weiß, man fragt nicht, aber: was ist denn drin? „Na ich geh mal fragen.“ Die Antwort war ein Papierschnipsel:

Zwiebeln, Möhren, Fenchel, je nach Geschmack auch rote Beete kurz aber scharf anschmoren. In Gemüsebrühe garen, pürieren, Mangold ‚auflegen‘.
Koriander, Kreuzkümmel, Zimt, Muskat.

Also einen Eintopf kochen. Das ist nicht schwer, Mengen je nach Bedarf, Vorlieben und Kühlschrankinhalt. Bei mir kommt Pfeffer, Salz und eine Prise Zucker, manchmal auch Knoblauch dazu. Der Witz, den Mangold (blanchiert, in große Stücke zerteilt) am Ende auf die (bei mir lieber nur teilweise) pürierte Suppe zu legen, ist auch nicht schwer zu verstehen. Das geht auch gut mit Blattspinat.

Aber wie ist das mit den Gewürzen? Ich habe ein bisschen probiert und empfehle Paschas Freude – Gewürzmischung, davon ca. 1 EL je Liter Suppe.

Hmmm, Weihnachtssuppe; gerne auch an jedem anderen feucht-kalten Tag.

Früchtebrot

Es ist seit Jahren meine Tradition der Adventszeit. Schon weil es immer erst frühstens zwei Wochen nach dem Backen wirklich gut schmeckt zwingt es mich, etwa eine Woche vor Totensonntag an Weihnachten zu denken. So nähere ich mich dem Ereignis allmählich. Ach so: ich mache immer gleich die doppelte Menge (-;

Quelle: „Backen in der Weihnachtszeit“, Köln und München 1991, dort als ‚Weihnachtsbrot‘.

3 Kastenbrote (26er Form); VB 2-3 h, Backen: 60-70′, min. 2 Wochen ‚reifen‘ lassen.

200 g Mandeln
200 g Sultaninen
200 g Datteln, getr.                           | evl. teilweise durch
200 g Feigen, getr. (entstiehlt!)   | getr. Pflaumen ersetzen400 g Butter
400 g Zucker
400 g Mehl (Lutz: Dinkel)
7 Eier (M, auch S)
1 Päckchen Vanillezucker
1 TL Backpulver
3 EL Sherry (oder …)
Lutz: 1 abgeriebene Zitronenschale
je eine Prise Salz, Pfeffer
Butter zum Fetten der Form und zum Bestreichen. (evtl.: Puderzucker zum Servieren).

Ungeschälte Mandeln abziehen, mit einem kleinen Teil des Zuckers hacken. Sultaninen 5′ in kochendem Wasser einweichen. Getrocknete Datteln, Feigen sehr fein würfeln. Abgetropfte Sultaninen und Mandeln dazu. Alles mit einigen EL Mehl ‚mehlieren‘.
Butter schaumig rühren, restlichen Zucker, Vanillezucker und Eier zufügen. Backpulver und restliches Mehl mischen und dazugeben. Mehlierte Früchte und Sherry zufügen.

In gefetteter Kastenform ca. 70′ bei 175°C (Lutz: 160 °C) backen. Der Teig sieht in der Form ‚wenig aus; aber auch die ‚flachen‘ Stücke machen gut satt (-:
Das Früchtebrot geht kaum auf, soll aber nicht klitschig sein. Am Ende der Backzeit evtl. mit Backpapier abdecken, damit es nicht zu dunkel wird.
Nicht sofort (Vorsicht!), aber noch warm aus der Form stürzen und ringsum buttern. In Folie / Tüte verpackt min. 2 Wochen kühl (15°C ?) reifen lassen.

Vor dem Servieren evtl. mit Puderzucker einschneien.

Fruchtkugeln Feige-Nuss in Kakao

Das Ausgangsrezept stand auf einem flyer von Rapunzel, den mein Bioladen des Vertrauens zum Feigenmus dazu verteilte. Jetzt gibt es leider das Feigenmus nicht (wohl nur saisonal im Herbst?) und die letzten Fruchtkugeln sind derweil auch alle, aber ich weiß jetzt, dass ich nächstes Mal mehr als 500 g Feigenmus nehmen muss. Verschiedene Variationen waren alle lecker (s.u.), am besten aber macht sich gewürzter Kakao zum Umhüllen …
05 Fruchtkugeln Feige Haselnuss
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