Ajiaco geht DOCH in Europa oder: Franzosenkraut in Bogota

Für dieses kolumbianische alle-Leute-Essen gibt es sicher zahllose Rezepte (vgl. hier: en.wikipedia.org oder hier: mycolombianrecipes.com). Und auch wenn die Bogotaer das Rezept gern ihrer Stadt zuschreiben, hier das ‚meiner‘ kolumbianischen Familie aus Medellin. Nach Telefoninterview mit Mama zu Weihnachten – also im Hochsommer! – frisch gekocht, passt es ebenso gut in unseren Winter. Wenn da nicht das Hühnchen wäre, der fast-Vegetarier würde sich darin verlieben. Nein: hat er. Er hat das Huhn Huhn sein lassen und sich mit allem anderen sehr vergnügt. Nur eines trübt die Freude; Guasca-Blätter frisch zu bekommen ist hier ja nicht so leicht wie in Kolumbien – dachte ich. Und siehe da: es steht als Kleinblütiges Knopf- oder Franzosenkraut einfach ‚rum und unter diesem Namen ist es uns auch gar nicht fremd. Also keine Ausrede mehr!

für 4 hungrige Personen (reicht als Vorsuppe weiter …)

1 bis 2 Hühnerbrüste
ein Bund Frühlingszwiebel
eine Knolle Knoblauch
zwei (gelbe) Maiskolben
drei Sorten Kartoffeln
1 Bund Guasca
2 reife Avocado
1 kl. Glas eingelegte Kapern
Salz, Pfeffer, Oregano

evtl. Sahne, creme fraiche und Ají

1 bis 2 Hühnerbrüste mit Haut (wer das Fleisch trockener mag: ohne) gar kochen in: … das Wasser allein ist schon lecker: reichlich Frühlingszwiebel und Knoblauch, Salz, Pfeffer und etwas Oregano.
Für die Suppe: Wasser mit reichlich ausgepresstem Knoblauch, Frühlings- (notfalls oder teilweise Gemüse-) Zwiebeln und Salz.
Zwei große Maiskolben und je die gleiche Menge von drei Sorten Kartoffeln. Den Mais nach Möglichkeit schon zuvor, sonst zwischendurch portionieren. Die Kartoffeln teils in große und teils in kleine Stücken schneiden letztere zerkochen allmählich und machen die Suppe etwas sämig.
Ist das erreicht, kommt eigentlich die in kleine Stücken zerpflückte Hühnchenbrust schon dazu. Man kann sie aber auch getrennt servieren, damit dies kann, wer fleischlos essen mag. Jedenfalls jetzt frische Guasca-Blätter zugeben, kurz ziehen lassen.

Bei Servieren gehören dazu eingelegte Kapern, gerne Avocado-Spalten, evtl. auch Sahne (ggf. creme fraiche), ganz nach Geschmack. Und wer will nimmt auch dazu Ají.

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Dinkel-Grissini mit Mohn … via Schrot und Korn

Zutaten für ca. 30 Stangen
Zubereitungszeit: 30 Minuten + Ruhe- und Backzeit
Pro Stück: 35 kcal; 1 g F, 1 g E, 6 g KH

1 TL Trockenhefe
200 g Dinkelmehl Type 1050
1 ½ EL Currypulver
50 g Maisgrieß / Polentamehl
1 EL Olivenöl
2 TL Meersalz
2 EL Mohn oder Sesam

Hefe in 120 ml lauwarmem Wasser auflösen. Mehl mit Curry, Grieß, Öl und Salz in einer Schüssel mischen. Hefe zugießen. In ca. 5 Minuten zu einem glatten Teig kneten. Abgedeckt 1 Stunde ruhen lassen. Teig nochmals gut durchkneten. Zu einem 5 mm dünnen Rechteck aus-rollen. 1 cm dicke Streifen davon abschneiden. Etwas Mohn oder Sesam auf die Arbeitsfläche geben und die Streifen darin zu Stangen rollen. Auf mit Backpapier belegte Backbleche geben 2–3 Bleche. Im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad Umluft 160 ca. 30 Minuten backen, bis die Enden leicht gebräunt sind.Tipp: Luftdicht verschlossen halten die Grissini sich ca. 1 Woche. Zum Verschenken die Knabberstangen mit einem Geschenkband bündeln und in ein hohes, verschließbares Glas stellen. Dazu passt eine Flasche Sekt oder Wein.

Schrot&Korn 12/2014 © Text Sabine Kumm Fotos Thorsten Suedfels Foodstyling Pia Westermann

[Dinkel Hefe Kuchen&Gebäck Mais Mehl Olivenöl Salz Sesam]

via: Dinkel-Grissini mit Mohn und Sesam – Schrot und Korn.