Ofengeröstete Möhren mit Fenchel, Blutorange und Sternanis | Dinner um Acht

Dinnerumacht schreibt: „Die Blutorange, die mich anlachte, hatte tiefdunkelrotes Fleisch. Fast schon ins Lila ging diese Farbe. Noch nie zuvor hatte ich eine solche intensive Färbung gesehen. Diese Farbe schien geradezu unwirklich und ich konnte ihrer Anziehungskraft kaum widerstehen. Vorstellungen über ihren Geschmack geistern durch den Kopf. … Doch ich konnte sie nicht probieren, es war nur ein Foto.

… Die perfekte Ausbeute für ein Ofengericht. Gut, eine Petersilienwurzel oder eine Pastinake wären noch schön gewesen. Beim nächsten Mal dann.

Für Zwei

4 große Möhren
1 Fenchelknolle
1 unbehandelte Limette
1 Frühlingszwiebel, den hellgrünen Teil in feine Scheiben gehackt
2 kleine unbehandelte Blutorangen
3 EL Olivenöl (und ein wenig zum Fetten der Form)
1 TL gemahlener Kreuzkümmel
4 Sternanis
½ TL gekörnte Gemüsebrühe
Salz, Pfeffer

Den Ofen auf 175° vorheizen.

Die Möhren schälen und in fingerlange Stifte scheiden. Den Fenchel in knapp 1 cm breite Scheiben schneiden. Ein bisschen von dem Fenchelkraut zur Seite legen. Eine feuerfeste Form mit etwas Olivenöl ausreiben.

 

Den Kreuzkümmel mit dem Olivenöl und der Gemüsebrühe vermischen und die Möhren und den Fenchel darin schwenken, so dass das Gemüse gut mit Öl ummantelt ist. In die Form legen und mit dem Sternanis und einigen feinen Scheiben der Limette bedecken.

Etwa 20 – 25 Minuten im Ofen rösten, bis das Gemüse angebräunt ist.

Die Orange heiß abwaschen, trockentupfen und ein wenig von der Schale abreiben. Die Orange(nschale abschneiden) schälen [L.] und filetieren. Den Saft dabei auffangen. Die Orangenfilets mit dem aufgefangenen Saft, der Orangenschale und den Frühlingszwiebeln mischen und mit einer Prise Salz und etwas frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken.

Die Mischung über die gerösteten Möhren und den Fenchel gießen. Mit Fenchelkraut dekorieren.“

via: Ofengeröstete Möhren mit Fenchel, Blutorange und Sternanis | Dinner um Acht.

Advertisements

Ajiaco geht DOCH in Europa oder: Franzosenkraut in Bogota

Für dieses kolumbianische alle-Leute-Essen gibt es sicher zahllose Rezepte (vgl. hier: en.wikipedia.org oder hier: mycolombianrecipes.com). Und auch wenn die Bogotaer das Rezept gern ihrer Stadt zuschreiben, hier das ‚meiner‘ kolumbianischen Familie aus Medellin. Nach Telefoninterview mit Mama zu Weihnachten – also im Hochsommer! – frisch gekocht, passt es ebenso gut in unseren Winter. Wenn da nicht das Hühnchen wäre, der fast-Vegetarier würde sich darin verlieben. Nein: hat er. Er hat das Huhn Huhn sein lassen und sich mit allem anderen sehr vergnügt. Nur eines trübt die Freude; Guasca-Blätter frisch zu bekommen ist hier ja nicht so leicht wie in Kolumbien – dachte ich. Und siehe da: es steht als Kleinblütiges Knopf- oder Franzosenkraut einfach ‚rum und unter diesem Namen ist es uns auch gar nicht fremd. Also keine Ausrede mehr!

für 4 hungrige Personen (reicht als Vorsuppe weiter …)

1 bis 2 Hühnerbrüste
ein Bund Frühlingszwiebel
eine Knolle Knoblauch
zwei (gelbe) Maiskolben
drei Sorten Kartoffeln
1 Bund Guasca
2 reife Avocado
1 kl. Glas eingelegte Kapern
Salz, Pfeffer, Oregano

evtl. Sahne, creme fraiche und Ají

1 bis 2 Hühnerbrüste mit Haut (wer das Fleisch trockener mag: ohne) gar kochen in: … das Wasser allein ist schon lecker: reichlich Frühlingszwiebel und Knoblauch, Salz, Pfeffer und etwas Oregano.
Für die Suppe: Wasser mit reichlich ausgepresstem Knoblauch, Frühlings- (notfalls oder teilweise Gemüse-) Zwiebeln und Salz.
Zwei große Maiskolben und je die gleiche Menge von drei Sorten Kartoffeln. Den Mais nach Möglichkeit schon zuvor, sonst zwischendurch portionieren. Die Kartoffeln teils in große und teils in kleine Stücken schneiden letztere zerkochen allmählich und machen die Suppe etwas sämig.
Ist das erreicht, kommt eigentlich die in kleine Stücken zerpflückte Hühnchenbrust schon dazu. Man kann sie aber auch getrennt servieren, damit dies kann, wer fleischlos essen mag. Jedenfalls jetzt frische Guasca-Blätter zugeben, kurz ziehen lassen.

Bei Servieren gehören dazu eingelegte Kapern, gerne Avocado-Spalten, evtl. auch Sahne (ggf. creme fraiche), ganz nach Geschmack. Und wer will nimmt auch dazu Ají.