Möhren-Kohlrabi-Rohkost | MärkischeKiste

Zutaten:
2 Kohlrabi (mit dem zarten Grün),
400 g Gelbe Rüben,
50 g Gorgonzola,
150 g Sahnejoghurt,
2 EL Apfelessig,
Salz, Pfeffer, Zucker,
1 Schale Kresse,
2 EL geröstete Sonnenblumenkerne

Zubereitung:
Kohlrabi und Gelbe Rüben waschen, schälen und in feine Stifte („Julienne“) schneiden.
Das zarte  Kohlrabigrün  waschen  und  fein  hacken.  Den  Gorgonzola  mit  dem  Sahnejoghurt verrühren und mit dem Apfelessig, Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker abschmecken. Die Kresse zusammen mit dem gehackten Kohlrabigrün und der Sauce unter die Kohlrabi- und
Gelben-Rüben-Stifte mischen.
Ca. 10 Minuten zugedeckt durchziehen lassen.
Die Sonnenblumenkerne in einer Pfanne ohne Zugabe von Fett anrösten und vor dem Servieren darüber streuen.

Paschas Freude

Die Geschichte passt in die Kategorie: „Papa, kochst Du das noch mal?“ „Nö, kann ich leider nicht, ich hab‘ vergessen, wie es geht.“
Ich habe schon immer eher ‚aus dem Ärmel‘ gekocht. Seitdem mein Lieblingskochbuch (E.E. Brown: „Vom Lächeln der Radieschen“) mich beruhigt, dass man Rezepte immer ganz intuitiv abwandeln kann, viell. sogar soll (vgl. seine großartige Anleitung für Salat), mache ich das nun auch ohne ’schlechtes Gewissen‘.

Die Geschichte ist so kurz wie das Rezept: Es ist Heilig Abend, mittags. Die Stadt ist im Kaufrausch. Meine Lieblings- Suppen-Stube hat noch offen, ich bin der einzige Gast. ‚Paschas Freude mit Möhren, Fenchel Mangold und orientalischen Gewürzen‘ ist angezeigt – besser hätte es nicht kommen können. Und weil ja quasi schon Weihnachten ist und niemand weit und breit außer mir, der das zu schätzen weiß, … ich weiß, man fragt nicht, aber: was ist denn drin? „Na ich geh mal fragen.“ Die Antwort war ein Papierschnipsel:

Zwiebeln, Möhren, Fenchel, je nach Geschmack auch rote Beete kurz aber scharf anschmoren. In Gemüsebrühe garen, pürieren, Mangold ‚auflegen‘.
Koriander, Kreuzkümmel, Zimt, Muskat.

Also einen Eintopf kochen. Das ist nicht schwer, Mengen je nach Bedarf, Vorlieben und Kühlschrankinhalt. Bei mir kommt Pfeffer, Salz und eine Prise Zucker, manchmal auch Knoblauch dazu. Der Witz, den Mangold (blanchiert, in große Stücke zerteilt) am Ende auf die (bei mir lieber nur teilweise) pürierte Suppe zu legen, ist auch nicht schwer zu verstehen. Das geht auch gut mit Blattspinat.

Aber wie ist das mit den Gewürzen? Ich habe ein bisschen probiert und empfehle Paschas Freude – Gewürzmischung, davon ca. 1 EL je Liter Suppe.

Hmmm, Weihnachtssuppe; gerne auch an jedem anderen feucht-kalten Tag.