Capunet di Celeste | lamiacucina

Heißt Gnocchi, ist aber keine Kartoffel, sehr entzückend!

via: lamiacucina

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Capunet di Celeste 2014 05 09_3975

Brennesselzeit. Höchste Zeit um die Brennesselstauden auszureissen, bevor sie sich im ganzen Gärtchen ausbreiten. Mit Handschuhen bewehrt, knipste ich mindestens ein halbes Kilo der Unkraut-Spitzen ab -von Auge gewogen-, um dann zuhause festzustellen, dass nach dem Abschütteln von Ameisen und Entfernen der Stiele noch knapp die halbe Menge übrig blieb. Ergänzt wird dann halt mit Spinat. Wieder einmal die authentischen, herzhaften Capunet der Nonna Celeste, Gnocchi mit viel grünem Blattwerk und goldbraun geröstetem Brot. Verglichen mit dem  alten Foto im Beitrag aus dem Jahr 2007 erkennt man im aktuellen Bild sogar, was fotografiert wurde.

Zutaten
Vollmahlzeit für 2 Personen, ca. 14 Esslöffelgrosse Gnocchi

250 g frische Brennesselblätter
200 g Blattspinat, TK
50 g altes Weissbrot, getrocknet
Tafelbutter
1 kleinere Zwiebel, fein gehackt
1 Büschel Blattpetersilie, fein gehackt
Muskatnuss
2 Eier klein
5 Löffel Weissmehl
1 Tlf. Salz, Pfeffer
Butter
geriebener Parmesan
4 Knoblauch-Zehen
Salbeiblätter

Capunet di Celeste 2014 05 09_3970 Unkrautvertilgung

Zubereitung
(1) Die Brennesselblätter waschen…

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Paschas Freude

Die Geschichte passt in die Kategorie: „Papa, kochst Du das noch mal?“ „Nö, kann ich leider nicht, ich hab‘ vergessen, wie es geht.“
Ich habe schon immer eher ‚aus dem Ärmel‘ gekocht. Seitdem mein Lieblingskochbuch (E.E. Brown: „Vom Lächeln der Radieschen“) mich beruhigt, dass man Rezepte immer ganz intuitiv abwandeln kann, viell. sogar soll (vgl. seine großartige Anleitung für Salat), mache ich das nun auch ohne ’schlechtes Gewissen‘.

Die Geschichte ist so kurz wie das Rezept: Es ist Heilig Abend, mittags. Die Stadt ist im Kaufrausch. Meine Lieblings- Suppen-Stube hat noch offen, ich bin der einzige Gast. ‚Paschas Freude mit Möhren, Fenchel Mangold und orientalischen Gewürzen‘ ist angezeigt – besser hätte es nicht kommen können. Und weil ja quasi schon Weihnachten ist und niemand weit und breit außer mir, der das zu schätzen weiß, … ich weiß, man fragt nicht, aber: was ist denn drin? „Na ich geh mal fragen.“ Die Antwort war ein Papierschnipsel:

Zwiebeln, Möhren, Fenchel, je nach Geschmack auch rote Beete kurz aber scharf anschmoren. In Gemüsebrühe garen, pürieren, Mangold ‚auflegen‘.
Koriander, Kreuzkümmel, Zimt, Muskat.

Also einen Eintopf kochen. Das ist nicht schwer, Mengen je nach Bedarf, Vorlieben und Kühlschrankinhalt. Bei mir kommt Pfeffer, Salz und eine Prise Zucker, manchmal auch Knoblauch dazu. Der Witz, den Mangold (blanchiert, in große Stücke zerteilt) am Ende auf die (bei mir lieber nur teilweise) pürierte Suppe zu legen, ist auch nicht schwer zu verstehen. Das geht auch gut mit Blattspinat.

Aber wie ist das mit den Gewürzen? Ich habe ein bisschen probiert und empfehle Paschas Freude – Gewürzmischung, davon ca. 1 EL je Liter Suppe.

Hmmm, Weihnachtssuppe; gerne auch an jedem anderen feucht-kalten Tag.